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Thema: Funkklingel, mal tuts mal nicht

  1. #1
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    Rotes Gesicht Funkklingel, mal tuts mal nicht


    Hallo, Herr Jaeckel,

    es ist mir direkt peinlich, Sie zu belästigen. Aber ich habe Sie im Netz als vertrauenswürdigen Technik-Freak ausgemacht, den ich mal was fragen könnte.

    Ich bin eine technische Null mit einem Problem. Habe für meinen (schwerhörigen) Vater inzwischen den vierten (!) Funkgong (Friedland) besorgt und die Dinger tun zwar beim Kauf und in der Wohnung, aber nicht, wenn die Klingel außen montiert ist. Schlimmer: mal tut sie und mal tut sie nicht! Wobei die Entfernung zwischen Tür und Station auf keinen Fall zu groß ist. Im Baumarkt hält man mich inzwischen wohl für eine Bekloppte und keiner weiß was. Ich denke mir das so, dass durch irgend etwas die Funkverbindung gestört ist. Kann das sein???? Und was könnte stören????

    Sorry für diese wahrscheinlich blöde Anfrage. Aber ich hab jetzt keinen Bock mehr, mich dumm angucken zu lassen und möchte gern der Sache auf den Grund kommen.
    Herzliche Grüße
    Frau F.
    Anmerkung:
    Der Name wurde durch mich anonymisiert.


    Hallo Frau F.

    Ich habe ihre E-mail erhalten, und bin auch angenehm überrascht.

    Verzeihen sie aber bitte meine verspätete Reaktion. Meine PC's waren nach einen Virenbefall quasi 4 tolle Tage tot. Aber jetzt ist alles wieder in Ordnung.

    Zu Ihrer Frage kann ich leider nur folgendes sagen: Ihre Schilderung die Funkklingel betreffend kann ich durchaus nachvollziehen, auch Ihren Ärger und Ihre Verzweiflung und das Unverständniss anderer Laien.
    Leider kann ich ihnen jedoch keine hundertprozentige Lösung ad hok anbieten.
    Die Leistung derartiger Geräte ist zu Recht und per Gesetz in der Regel stark begrennzt und das Funktionsprinzip genehmigungsfrei für jedermann nutzbar. Da ich darüber hinaus die funktechnische Situation in ihrem Wohnumfeld nicht kenne, ist die Ferndiagnose eher kompliziert. Auch glaube ich das Ihnen natürlich eine Funklösung für ihr Problem am bequemsten erscheinen mag.

    Aber sollte z.B. ein stärkerer Sender mit ähnlichen Mitteln sich in Ihrer Nähe befinden so müssten sie auf eine gänzlich andere Frequenz ausweichen, was auch mit anderer Technik durchausmöglich ist. Nur sind derzeit die aktuell zugelassenen Frequenzen auch die, auf welchen sich die meisten Hersteller tummeln.

    Mit Ihrer freundlichen Genehmigung erlaube ich mir diese Frage in unserem Elektronikforum http://www.progforum.com diskret zu aufzuwerfen. Ich lade sie ein dort mitzulesen oder selbst an der Diskussion teilzunehmen.

    Mein Name dort ist Winne (der mit der Sonne), und wir dutzen uns in der Regel. Eine Link auf den Betreffenden Thread schick ich ihnen nachdem ich ihn eröffnet habe.
    Mal sehen was wir gemeisam empfehlen können.

    MfG Winne

    p.S. um Empfehlungshilfen wird gebeten.

    MfG Winne
    MfG Winne, so long

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  2. #2
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    moin..

    Ich hatte auch einmal so eine Situation... mal funktionierte die Klingel, mal nicht.

    Und das bei einer Entfernung unter 20m.

    Vor Ort ergab sich, das der Anwender aus Wetterschutzgründen den Sender IN einen Metallbriefkasten eingebaut hatte, der dann natürlich wie ein "faradayscher Käfig" die Wellen am entweichen hinderte..

    Abhilfe war: Ich habe dann den Sender in eine Verteilerdose aus Kunststoff AUSSEN am Briefkasten montiert und das Problem war gelöst.

    Natürlich wäre es Zufall, das auch in deinem Fall dieselbe Situation vorliegt, aber oft liegt es an Dingen, an die kein Laie (und oft auch der Fachmann ) denkt.
    Ein Foto des montierten Senders könnte evtl. auch solche "Überraschungen" aufdecken.
    Als zweiten Tip sollte man auch mal den Aufstellungsort des Empfängers versuchsweise wechseln.

    viel Erfolg !

    munter bleiben..

  3. #3
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    Hi, auch, wie Winne schon andeutete, was sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet. Wenn da Kids ferngesteuerte Spielzeuge betreiben oder gar ein Amateurfunker in unmittelbarer Nähe ist. Wäre also sehr hilfreich bei unseren gemeinsamen Spelkulationen... Wäre sicher auch interessant zun erfahren, mit welcher Frequenz es die Bimmel tut. Muss doch da irgendwo drauf stehen.
    Zu nichts zu gebrauchen, aber zu allem fähig!

  4. #4
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    Hallo,
    ich hab das "Klingel_nicht_hoeren_Problem" so geloest, indem ich den Klingelkontakt auch an die Telefonanlage angeschlossen habe. Viele Anlagen haben naemlich einen Eingang fuer die Klingel und einen Ausgang fuer einen Tueroeffner. Weiterhin ist bei mir auch noch eine selbstgestrickte Zeitverlaengerung fuer den Klingelkontakt dazwischen geschaltet. Fuer Laien kann der Effekt aber auch mit einem standard Zeitrelais (3s sind optimal) erreicht werden. Das bewirkt, dass man deutlich zwischen internem Telefonanruf, externem Anruf oder Haustuerklingeln unterscheiden kann. Wenn an der Anlage auch schnurlose Telefone angeschlossen sind, dann ist man sogar im vielleicht zerkluefteten Garten erreichbar und kann auch beispielsweise die gute Dect-Technik bei der Funkuebertragung nutzen.
    LG rudo
    dianu.de

  5. #5
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    Da fällt mir ein, ich habe hier auch einen Funkgong und kenne es auch von Garagentoröffnern:

    Bei den kodierten Funkklingeln muss man mindestens 1 -1,5 Sekunden manchmal sogar 3 Sekunden den Knopf gedrückt halten, sonst wird nicht der komplette Code gesendet. So haben sich einige Reklamationen an Garagentoröffnern geklärt, weil zuvor niemand den Zusammnehang bemerkte.

    Das wäre einen Versuch wert.
    Geändert von Winne (24.02.2006 um 21:11 Uhr)
    MfG Winne, so long

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  6. #6
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    http://www2.produktinfo.conrad.com/d...e-en-fr-nl.pdf

    die Antennen dieser Sender sind für 430MHz eigendlich zu kurz, sie liegen im Rand des Gehäuses, also weit weg von allen Metallteilen montieren. Ich habe so ein ähnliches Model bei meiner Mutter an die Wechselsprech angeschlossen, sie hört die Klingel in der Wohnung kaum. So kann sie den Empfänger in die Tasche stecken. Test, Reichweite in der Wohnung oder im Haus ca 20m. Die Batterien im Empfänger werden bei Dauerbetrieb sehr schnell leer. Laufzeit ca 14 Tage. Störungen durch Funkdienste habe ich noch nicht beobachtet. Die Batterie im Sender hat eigendlich das ewige Leben, sie wird nur beim klingeln kurzzeitig zugeschaltet, wie die sich bei Kälte verhält kann ich allerdings nicht sagen. Ist wohl sowas ähnliches wie im Taschenrechner. Wenn im Empfänger die Batterien alle werden meldet er sich nicht, geht einfach nicht mehr.

    Gruß Gerd H

  7. #7
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    Nun das Problem Funk auf 433 hat mich die letzten 8 Jahre beruflich beschäftigt...

    Das Problem an den 433MHz ist, daß da so ziemlich alles rumfunkt was darf und eventuell auch nicht (mehr) darf.
    Zuerst würde ich mal schauen ob niemand einen Funkkopfhöhrer oder ein Babyphon hat, die Dinger senden breitbandig und z.T. dauerhaft. Als nächstes gibt es die schönen fernbedienungen für Bau-Kräne die stören im Umkreis von 50m auch ganz nett.
    Amateufunk kann je nach Qualität des Empfängers im Berich von mehreren 100m zu Ausfall von Funksystemen führt.
    An sonsten können auch PC's da kräftig stören....



    Prinzipiell muß man sagen alle Funkempfänger welche nicht die Blockingklasse 2 erfüllen sind nicht praxistauglich, leider sind das so 95%
    Für Fernbedienungen welche sicher funktionieren sollten sind Mehrkanal Schmalbandsystem ein muß (wer sich dafür ernsthaft interessiert kann dazu von mir Info haben).

    Manche glauben bei der Frequenz 868MHz sei alles besser, aber hier gilt gleiches Systeme der Blockingklasse 3 werden ab Mitte 2006 ein heftiges Problem haben.... Die Blockingklassen sind in der EN300220 definiert und beschreiben wie stark ein Störser in x-MHz Abstand sein darf damit das System noch geht, gute Systeme haben bei 1MHz Abstand bereits 60db Unterdrückung (das geht wenn man will) aber bei leibe nicht mit diesen breitbandigen SAW stabilisierten Dingern wie man sie häufig auf dem Markt findet. Es ist auch nicht eine Kostenfrage, denn entsprechende Chips werden von Philips bzw austriamicrosystems als Standartprodukte bereits angeboten.

    zu den 868 E-Plus hat von der RegTP (oder wie auch immer die inzwischen heißen i.g. Bundesnetzagentur) ein neues Frequenzband für Mobilfunk bei 880 MHz zugeteilt bekommen, das sind also nur noch 12 MHz Abstand zum 868 MHz Band. eine Funkfersteuerung hat so in 1m Abstand so ca -30dBm pro Verdoppelung des Abstands kommen je 6dB weg. Ein Handy hat mindestend +0dBm im 1m also 30dB mehr, Basisstationen haben nochmals 20dB mehr. Normale Empfänger haben selten mehr als 40dB Blocking in 12MHz Abstand, d.h. 868 MHz Systeme werden in Zukunft ebenso Probleme erhalten wie 433 MHz.

    Also an alle die so etwas entwickeln, es geht Systeme zu entwickeln, die mit so etwas umgehen können, die Systeme müssen schmalbandig sein, in der Lage sein sich freie Kanäle zu suchen und spezielle Kanalcodierungen verwenden.
    Es gibt Codierungen welche ein S/N von -20dB zulassen im Amateurfunk gibt es sogar eine Codierung welche -30dB S/N hat also das Signal 1000 mal kleiner als das Rauschen ist und dennoch erkannt werden kann.

    Falls sich jemand dafür näher interessiert, mail oder PM an mich

    schönen Abend noch!

    Gruß DiWe

  8. #8
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    Zitat Zitat von DiWe
    im Amateurfunk gibt es sogar eine Codierung welche -30dB S/N hat also das Signal 1000 mal kleiner als das Rauschen ist und dennoch erkannt werden kann.
    30dB - 60dB -> d.h. "die Funker" denken normalerweise in "Leistungen"
    LG rudo
    dianu.de

  9. #9
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    @ Anatec,

    die Länge der Antennen ist eigentlich nicht so entscheidend, Du kannst auch mit einer kurzen Antenne (loop) außreichend Sendeleistung erzeugen. Eine LoopAntenne mit ca 20mm Durchmesser hat einen Gewinn von -18dB bei +6dBm Sendeleistung am Chip wären da dann immer noch -12dBm die Du abstrahlst,
    damit kommt man locker 200m weit, wenn der Empfänger einigermaßen gut ist.
    Kurze Antennen haben auch einen Vorteil, wenn man sie Anfässt oder die Hand nähert verstimmen sie sich nicht so drastisch wie elektrische Antennen. Ein Monopol welcher von der Hand umschlossen wird sendet deutlich schlechter als eine loop-Antenne.

    Gruß DiWe

  10. #10
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    So vielleicht doch noch ne Lösung zu dem Problem:

    Es gibt sicherlich irgendwo in der Gegend wo das Problem auftritt einen örtlichen DARC Amateurfunk verein. Dort gibt es genügend Funkamateure welche mal mit ihren 70cm Empfängern mal kurz in das betreffende Band reinhöhren können und somit eine Aussage treffen können ob da was anderes rumfunkt.
    Gruß DiWe

  11. #11
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    @DiWe,
    die Idee, mal in's Band "reinzuhören" ist natürlich ne gute Möglichkeit HF Beeinflussungen abzuschätzen. Mit der Antenne sieht's anders aus. In dem Sender steckt leider keine Loop, sondern eine el. stark verkürzte Lamda/4. wenn man das System als sowas überhaupt bezeichnen will. Eine Loop hätte den entscheidenten Nachteil, dass sich in ihrer Nähe (bis Lambda 0,15) erstmal gar kein großflächiges Metall befinden sollte, ansonsten hat sich's was mit Strahlung. Nun kann man nicht sicherstellen wo der Kunde gedenkt seinen Sender zu befestigen. Andererseits hat jede Loop eine Richtwirkung und sowas kann man bei ner transportablen Bimmel schon gar nicht gebrauchen. Das Klingelsystem ist eine fertige Einheit und sollte durch den Kunden auf keinen Fall Verschlimmbessert werden. Eigendlich funktionieren die Dinger trotz ihrer Einfachheit recht zuverlässig, so man die Anforderungen nicht zu hochschraubt und den Reichweiteangaben nur zu 10% traut.
    Ich persönlich schiebe die Ursachen bei der Kundin eher auf ungünstige klimatische oder auch gebäudetechnische Bedingungen.
    Mal eine einfache Simmulation, der Sender ist außen am Haus und die Kundin schleppt den Empfänger mit in den Keller.....bei der heutigen Bauweise, gegossene, stahlarmierte Decken und Kellerwände, da geht auch auf 10m nix mehr, mit sonem Baumarktteil. Auf dem 100m entfernten Kartoffelacker kann durchaus noch Empfang sein. Aber das muß ich dir ja nicht erläutern.

    Gruß Gerd H

  12. #12
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    Zitat Zitat von DiWe
    Dort gibt es genügend Funkamateure welche mal mit ihren 70cm Empfängern mal kurz in das betreffende Band reinhöhren können und somit eine Aussage treffen können ob da was anderes rumfunkt.
    Gruß DiWe
    soo einfach ist da auch nicht immer: ich hatte mal ne zeitlang Probleme mit dem Babyphon eines Nachbarn. Wenn Baby aelter wird, dann muss es immer weniger schlafen und das Babyphon ist immer seltener an... mit "mal kurz" is da nix
    LG rudo
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