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17.11.2005, 21:06
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Hallo,
das Ansäuern der Pyrrollösung sollte sehr vorsichtig geschehen, da die Zitronensäure den Braunstein auflöst. Ein saures Medium ist für die Polymerisation erforderlich, allerdings in einer ganz geringen Konzentration.
Gruß Manni
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18.11.2005, 17:52
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Habe heute mal auf verschiedenen Uni-Servern nach Pyrrol & Polymerisation gesucht....
Hier mal das was ich so gefunden habe:
Die Leitfähigkeit von Pyrrol hängt stark davon ab wieviel Mn Ionen relativ zum Pyrrol zur Verfügung stehen. Bei zu viel Pyrrol bildet sich ein schlecht leitfähiges Pyrrol. Ich habe aber noch keine Vernünftige Idee wie sich so was steuern läßt.
Ich arbeite noch an einer Lösung.
Gruß
DiWe
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19.11.2005, 18:55
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So nun liegt ein Tag mit vielen Versuchen hinter mir, das Ergebnis ist eine durchkontaktierte Leiterplatte, nach dem Pyrrolverfahren, die Leiterkarte ist zwar nur 2*3cm klein aber so ließ sich das Ganze in einem kleinen Glas machen und der Verbrauch von Chemie war gering.
1) CNC-Bohren
2) Manganbeizen
- 45g/l NaOH, 45g/l KMnO4
- 30 min bei 70°
Die Löcher haben dann eine dunkelbraune Farbe die nach dem Waschen erhalten bleiben sollte
3) Spülen in 2% H2SO4 die Schwelsäure greift den Braunstein nicht an, entfernt aber zuverlässig das restliche NaOH..
4) Pyrrol Polymerisation
- 2ml Pyrrol
-20ml Isopropanol
-0,5 ml Zitronensäure 50% (oder entsprechen der Konzentration mehr/weniger)
-0,5 ml H2SO4 20% (dies ist wichtig, wenn ich auch noch nicht ganz verstanden habe warum, ich habe es mehr durch Zufall herausgefunden)
die Leiterkarte sollte sich an den gebohrten Stellen innerhalb weniger Sekunden tief schwarz färben. Die Leiterkarte 10min in der Lösung lassen.
5) Waschen der Leiterkarte in lauwarmem Wasser.
6) trocknen der Leiterkarte, anschließend Messung des Widerstands zwischen den beiden Lagen. bei 9 DK mit 1mm hatte ich <19kOhm
7) Galvanik (das poste ich hier nicht, falls es jemand doch interessiert, hier im Forum war mal ein Thread dazu)
So und jetzt gönne ich mir erst mal ein Bier, nachdem ich heute knapp 30 der kleinen Leiterkärtchen gemacht habe, bis ich endlich das Polypyrrol niederohmig bekommen habe.
Gruß DiWe
Nachtrag: ein paar Bilder findet ihr unter
http://www.dietmar-weisser.de/projekte_neu/dk1.htm
bzw unter dem Link Durchkontaktierungsanlage
P.S::ich mach mal ein paar Schnitte durch die Leiterkarte und poste mal ein Link zu den Bildern...
Prinzipiell müßte das auch mit Thiophen gehen......
Geändert von DiWe (19.11.2005 um 20:50 Uhr).
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22.11.2005, 17:50
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Hallo,
@DiWe
na, da kann man ja gratulieren. Eine reife Leistung und das Bierchen wird wohl geschmeckt haben.
Omikron hat heute das bestellte Thiophen geliefert. Ist doch eine farblose Flüssigkeit. Ich dachte zuerst, da die Mengenangabe 100g beträgt, es würde sich um festes Material (Kristalle) handeln. Nun gut. Aufbauend auf Deine Angaben bezüglich Lösungskonzentrationen und Zusammensetzung werde ich die Polymerisation nun mal mit Thiophen versuchen. Ist ja doch etwas billiger als Pyrrol. Wegen Zeitmangel wird das Ganze allerdings noch ein paar Tage dauern.
Der Leitwert der Polymerschicht müsste beim Galvanisieren doch unkritisch sein, da sich doch sofort nach dem Einschalten der Gleichspannung eine Kupferschicht bildet und den Leitwert drastisch erhöht?? Oder sehe ich das falsch?
Wie dem auch sei, ich hoffe, bald auf diese Frage selbst eine Antwort zu finden.
Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg.
Manni
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23.11.2005, 12:36
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@Manni,
die ersten Versuche hatten halt so ca 10MOhm, da floß so wenig Strom, daß sich da kein Kupfer abgeschieden hat, ich würde mal behaupten das Polypyrrol war nicht leitfähig. Das Kupfer wächst überigens langsam von den beiden leitenden Kupferflächen nach innen in die DuKo(dauert so ca 5min). ich habe beobachtet wenn Du'ne schlecht leitende Fläche und ne sehr gut leitende Fläche nebeneinander hat, scheidet sich in erster Line das Kupfer auf der gut leitenden Fläche ab.
Gruß
DiWe
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08.12.2005, 12:43
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Hi!
Ich verfolge den Thread sehr gespannt, da ich gerne auch mit diesem Verfahren experimentieren will. Wollte fragen ob schon etwas neues bei euch herausgekommen ist. Mir kommen die 70-80° zum Manganbeizen sehr hoch vor. Wie erhitzt ihr eure Lösung?
@ Diwe: wie erhitzt du die Lösung in deinem Tank?
ich habe bei dir auf der Homepage deine CNC Anlage bewundert. Offensichtlich hast du sogar einen automatischen Werkzeugwechsler!?
Hast du die Anlage selbstgebaut oder gekauft?
Wie funktioniert der Werkzeugwechsler und was hat dich die Anlage gekostet?
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08.12.2005, 19:54
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@Fasti
Mit Heizstäben die gibt es bei Reichelt, die haben einen Anschlag bei 55°, den kann man aber abbrechen, bzw den Heizstab nicht ganz in die Lösung tauchen, zur Zeit habe ich 70°C das geht ganz gut.
Zur CNC: die Mechanik x,y,Z Achse ist von autograv, die Elektronik für die Schrittmotoren und den Wechselrichter für die Hochfrequenzspindel habe ich selbst gemacht, den Fräsmotor habe ich von Jäger, der hat einen pneumatischen Wechsler drinnen. Das Werkzeuglager , das sind gefederte Halter habe ich selbst gebaut.
Die CNC hat eine Kamera damit werden die Bohrlöcher erkannt und das Fräsbild beim Isolationsfräsen automatisch an die Löcher angepasst, Das brauche ich für 2-Seitige Leiterkarten, dann erspare ich mir Passerstifte. Die Software habe ich auch selbst geschrieben, insgesamt ein Mamut-projekt was über 2 Jahre ging
Gruß
DiWe
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08.12.2005, 21:21
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puuu, sauber, ich will gar nicht wissen was dich das ganze gekostet hat.
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09.12.2005, 20:40
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@Fasti
Da ich noch im Experimentierstadium bin, habe ich nur gering Mengen zu erwärmen. Die Beizlösung (100ml) erwärme ich im Wasserbad, (Kunststoffflasche in einem wassergefüllten Kochtopf auf einer Kochplatte) und für die Ätzbrühe (FeIIICl) habe ich ein Reagenzglas aus temperaturfestem Glas mit einer 300W Halogenlampe (230V) und Quarzsandfüllung. Geregelt über einen Dimmer ist das eine gute Heizung. Sollte ich je das Experimentierstadium verlassen, werde ich mir auch was "ordentliches" zulegen.
@DiWe
Meine Ergebnisse mit Thiophen habe ich Dir gemailt.
Gruß
Manni
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10.12.2005, 17:51
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Hi!
@ Manni:
Könntest du mir bitte auch deine Ergebnisse mit Thiophen mailen?
Meine Mailadresse: Fasti@inode.at
Besten Dank im Voraus
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14.12.2005, 12:53
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@Fasti
Da gibt es eigentlich nicht viel zu berichten.
Die Polymerisation hat nicht stattgefunden.
Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Ich werde weiter daran arbeiten, nur wird es eine Weile dauern. Ist schließlich ein Hobby und gerade jetzt ist die Zeit knapp.
Viele Grüße
Manni
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21.12.2005, 22:25
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Hallo Leute!
Bin neu hier im Forum und es quälen mich gleich ein paar Fragen.
Ich habe ganz gespannt eure Beiträge zum Chemischen Durchkontaktieren gelesen.Ich suche auch noch nach einer halbwegs günstigen Lösung chemisch durchzukontaktieren.
Gibt es noch eine Alternative zum Pyrrol beim Polymeren Verfahren?
Das Zeug ist recht giftig und wohl kaum zu bekommen für normalsterbliche wie mich.Die Firmen Isel und Co verkaufen ja auch Chemikalien zum Durchkontaktieren.Sind diese Chemikalien weniger giftig oder warum sind die leichter zu erwerben?Scheinbar gibt es da wohl X-Varianten der Giftküche.Bei Isel sind es 6 Chemiebäder bei Bungard wiederum nur 4.Auch bei den Temperaturen habe ich gesehen hat wohl jeder sein eigenes Rezept.
Bei Isel sind die Chemiekalien nicht gerade günstig.Hat jemand zufällig eine Ahnung wie es mit den Chemiekalien bei Bungard aussieht?Könnte man die Chemie von Bungard auch in einer Selbstbauanlage verwenden?
Wie sieht das mit dem Gleichrichter in so einer Anlage aus?Bei der von Bungard arbeitet ein Gleichrichter mit 4 Volt und 40 Ampere regelbar natürlich.Wo bekommt man so ein Teil her wenn man eine DK-Anlage selberbaut?
Was macht Ihr mit den verbrauchten Chemiekalien aus der DK?Wie entsorgen??
Fragen über Fragen  Ja mein Wissensdurst über das Chemische Durchkontaktieren ist groß!
Hoffe es können mir ein paar Experten Rat und Antworten geben.
Viele Grüße aus Hessen
Alexander
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07.01.2006, 12:33
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Nachdem das kleine 2*3 cm Testleiterkärtchen nicht gerade sehr aussagekräftig war habe ich beschlossen das nächste Projekt mal mit einer durchkontaktierten Leiterplatte zu realisieren (wenn es auch sicher nicht notwendig gewesen wäre). Gestern war es dann soweit....
ich habe mich mal an eine Eurokarte herangewagt. Das Ergebnis ist wirklich gut. Probleme hatte ich nur mit dem Tentingresist, irgendwie habe ich mich mit der Belichtungszeit vertan, bzw zuerst die Folie abgezogen und dann belichtet, was irgendwie nicht so gut war. (Gibt es denn irgendwo eine Anleitung zu den Tentingresist von Bungard? ich finde nur die Anleitung zur Stoppmaske...)
Bilder der Ergebnisse findet ihr unter:
http://www.dietmar-weisser.de/projekte_neu/dk2.htm
falls jemand selbst mit den Verfahren experimentiert, wäre ich gern an Ergebnissen interessiert.
Gruß
DiWe
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24.01.2006, 14:00
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hallo, Leute,
das ist ja wirklich ein super Thread.
Leider verstehe ich noch nicht alles. deshalb meine Frage . Was soll denn das NaOH bewirken ? So wie ich es jetzt vestehe sollte es das Epoxidharz anätzen.
Ich kann mir das nicht vorstellen, deshalb habe ich gestern mal einen Versuch gestartet . habe über 30min bei 50..60°C NaOH versucht die LP (nicht das CU) anzuätzen. Aber nichts passiert. Wo habe ich das falsch verstanden?
Ich bitte mal um Auflärung
Beste Grüße
Wolfi
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24.01.2006, 15:42
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hallo Tippfix,
nein, das KaMno4 bekomme ich erst heute. Ich war der Meinung, daß das KaMno4 zur Aktivierung dient. Hab ich das so falsch verstanden? Ich probiere das Ätzen morgen gleich noch mal. Besten Dank erstmal für den Hinweis.
Wolfi
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